Im eigenen Betrieb und bei Kunden im Einsatz · Stuttgart
Fallstudie Handwerk Digital: Social-Media-Marketing automatisiert
Warum wir das gebaut haben
Wir arbeiten selbst KI-nah und digital, und trotzdem ist Content-Erstellung Arbeit: sich jeden Monat neue Themen ausdenken, sie schreiben, gestalten, terminieren, hinterher auswerten. Eine gute Social-Media-Agentur nimmt einem genau das ab, und sie kann das auch. Nur ist das für einen Betrieb mit 5 oder 30 Leuten selten die Größenordnung, in der sich das rechnet, und eine eigene Stelle dafür erst recht nicht.
Genau dazwischen liegt die Lücke, die wir schließen wollten: kleine und mittlere Betriebe mit den Fähigkeiten auszustatten, die sonst ein Social-Media-Manager mitbringt, ohne dass jemand dafür eine eigene Ausbildung braucht. Nicht durch ein weiteres Werkzeug zum Lernen, sondern durch eine durchdachte Prozesskette: Marktanalyse, Wettbewerbsrecherche, Umfeldmessung, KI-gestützte Erzeugung, und daraus datengestützte Ideen und Vorschläge statt Bauchgefühl.
Angefangen haben wir bei uns selbst, weil ein Werkzeug, das man nicht selbst benutzt, einen blinden Fleck hat. Jeder Fehler trifft zuerst uns, jede Lücke fällt bei uns auf. Aus diesem eigenen Bedarf heraus sind dann zwei Kunden dazugekommen, die dasselbe Problem hatten, das System früh bekommen haben und uns seither Rückmeldungen geben, die direkt eingeflossen sind.
Eine Stunde im Monat, mehr nicht
Das ist die Zahl, auf die es ankommt. Nicht wie viele Beiträge eine Maschine erzeugen kann, sondern wie viel davon bei euch auf dem Schreibtisch landet.
Was der eigene Kanal seither macht
Wir waren vorher ein Profil, das stillstand. Seit Juli läuft es durch, und zwar ohne dass jemand von uns dafür Zeit einplant.
Zum Vergleich: die Betriebe, die wir für uns beobachten, kommen im Schnitt auf 3,3 Beiträge je Woche und 0,68 Prozent Engagement. Das sind kleine Zahlen auf einem kleinen Konto, und wir stellen sie nicht als Erfolgsgeschichte dar. Sie zeigen, dass ein Kanal, der vorher stand, wieder läuft.
Die Marktanalyse dahinter
Die Ideen kommen nicht aus einem Textfeld, sondern aus einer laufenden Analyse unseres eigenen Marktes. Beobachtet werden aktuell 95 Kanäle. Rund ein Drittel davon kannten wir selbst schon: Wettbewerber, Partner, Lieferanten, Verbände, Leute aus unserer Branche. Den größeren Teil hat die Prozesskette selbst vorgeschlagen, weil sie bei der Umfeld- und Wettbewerbsrecherche auf Konten gestoßen ist, die zu unseren Themen und zu unserem Publikum passen. Wir entscheiden, welche davon auf der Liste bleiben.
Aus diesen Kanälen sind bis heute 2.148 fremde Beiträge ausgewertet worden: welches Thema lief, in welchem Format, zu welcher Uhrzeit, mit welcher Resonanz. Das ist die Grundlage, auf der jeder Vorschlag steht.
Was der Monatsbericht zeigt
Am Monatsende kommt ein Bericht per Mail. Er stellt die eigenen Kennzahlen denen der beobachteten Betriebe gegenüber und zeigt, welcher Beitrag welche Anfrage ausgelöst hat.
| Kennzahl | Beobachtete Betriebe | Eigener Kanal |
|---|---|---|
| Beiträge je Woche | 3,3 | 4,0 |
| Anteil Reels | 48 % | 31 % |
| Follower, typischer Kanal | 1.840 | 2.310 |
| Engagement je Beitrag | 0,7 % | 1,4 % |
| Reichweite je Beitrag | 410 | 620 |
| Kommentare und Nachrichten | 6 | 14 |
| Anfragen daraus | von außen nicht messbar | 3 |
| Bewerbungen daraus | von außen nicht messbar | 1 |
Beispielzahlen zur Darstellung. Verglichen wird mit den Betrieben auf der eigenen Beobachtungsliste.
Was im Hintergrund läuft
Der sichtbare Teil ist der Beitrag. Der größere Teil liegt darunter und arbeitet weiter, auch wenn gerade nichts veröffentlicht wird.
Das ist der Teil, der mit jedem Monat besser wird: je länger die Prozesskette läuft, desto mehr weiß sie über den eigenen Markt und über das eigene Publikum.
Zwei Pilotkunden dazugewonnen
Beide kennen wir schon länger. Wir hatten für sie an ganz anderen Themen gearbeitet, an Softwareberatung und an Prozessoptimierung, und beide kamen aus derselben Richtung auf uns zu: der Auftritt nach außen lag brach, und dafür jemanden einzustellen war keine Option.
Beide sind Betriebe aus der Gebäudetechnik. Sie sind als Pilotkunden eingestiegen, arbeiten seither eng mit uns am System und geben uns Rückmeldungen, die direkt in die Prozesskette einfließen. Mehrere Funktionen, die heute für alle da sind, stammen aus genau diesen Gesprächen.
Wie wir mit Betrieben sonst arbeiten, steht unter Software-Beratung und in den anderen Projekten.
Lohnt sich das für euren Betrieb?
Schreibt uns kurz, wo ihr steht. Wir schauen uns euren Markt an und sagen euch ehrlich, ob sich das für euch rechnet. Kostenlos und unverbindlich.
Unverbindlich anfragenHäufige Fragen
Wie viel Zeit kostet uns das im Monat?
Für 20 Beiträge im Monat braucht ihr insgesamt etwa eine Stunde.
Woher kommen die Ideen für die Beiträge?
Aus vier Quellen: aus der laufenden Marktanalyse eures Umfelds, aus dem, was bei eurem eigenen Publikum früher funktioniert hat, aus dem Material, das ihr uns schickt, und aus eurer eigenen Belegschaft. Eure Leute bekommen einen eigenen Link und reichen darüber Ideen ein, ihr entscheidet, was daraus wird. Jede Idee verlinkt den Beitrag oder die Quelle, die sie ausgelöst hat.
Seht ihr, ob dabei Anfragen herauskommen?
Ja, und das ist der Punkt an der Sache. Jeder Kommentar und jede Nachricht wird dem Beitrag zugeordnet, aus dem sie kam. Was eine Anfrage oder eine Bewerbung ist, wird als solche markiert und gezählt. Reichweite ist dabei Mittel, nicht Ziel.
Ist das nur für Handwerksbetriebe?
Nein. Die Prozesskette misst euer Umfeld, statt eine Branche anzunehmen.
Können wir das für unseren Betrieb rechnen lassen?
Ja. Schreibt uns kurz, wo ihr steht. Wir schauen uns euren Markt an und sagen euch ehrlich, ob sich das für euch rechnet. Passt es, fangen wir mit einem Pilotmonat an.
Wie die Kette im Einzelnen arbeitet, steht auf der Seite zur Social-Media-Automatisierung. Die anderen Projekte stehen unter Projekte.